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"Die Zeit verwandelt uns nicht, sie entfaltet uns nur."
Max Frisch

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KOMM MIT TEMBO / Dreizehnter Abend: WIE TEMBO UND DAS DIK-DIK FORTGEHEN

Der kleine Elefant findet die Geschichten von Sandoa recht langweilig. Manchmal versucht er, Tissa mit dem Rüssel zu stupsen oder seinen Kopf an ihm zu reiben. Aber der Junge ist so in die Märchen vertieft, dass er es nicht merkt. Und da wird Tembo traurig. Sein Freund Tissa geht immer mit diesem Massai spazieren, und seit ihn die Schlange gebissen hat, sitzt er nur noch vor der Hütte herum und kümmert sich nicht um ihn. Er möchte viel lieber mit ihm herumtollen.

Der kleine Elefant findet die Geschichten von Sandoa recht langweilig. Manchmal versucht er, Tissa mit dem Rüssel zu stupsen oder seinen Kopf an ihm zu reiben. Aber der Junge ist so in die Märchen vertieft, dass er es nicht merkt. Und da wird Tembo traurig. Sein Freund Tissa geht immer mit diesem Massai spazieren, und seit ihn die Schlange gebissen hat, sitzt er nur noch vor der Hütte herum und kümmert sich nicht um ihn. Er möchte viel lieber mit ihm herumtollen.

Trübsinnig quiekt er vor sich hin: "Warum spritzt Tissa mich nie mehr mit Wasser an? Warum spielen wir nie mehr Fangen? Warum streichelt er mich nicht so wie früher? Er bringt mir zwar viel Milch - aber er hat keine Zeit für mich. Hat er mich nicht mehr lieb?"

Und weil sich Tembo so einsam fühlt, bekommt er Heimweh nach seiner Elefantenmutter. Sie war so groß und stark und hat ihn nie allein gelassen. Er sehnt sich nach seiner Herde und möchte mit ihr herumwandern und sich mit den anderen Elefanten im Schlamm wälzen. Das war so lustig, damals...

Seine Sehnsucht wird immer stärker, und eines Tages, als Tissa wieder neben dem alten Massai vor der Türe hockt, geht er langsam zum Dorf hinaus. Das Dik-Dik springt ihm nach. Neugierig schnüffelt Tembo an den Zweigen und Dornenbüschen herum, bleibt stehen und stapft wieder weiter, ohne zu wissen, wohin er eigentlich geht. Wieder brennt die Sonne glühend heiß auf seinen Rücken, wie damals, als er mit Tissa durch die Steppe wanderte. Wieder ist nirgends ein Plätzchen Schatten zu finden, weil die Sonne ganz hoch am Himmel steht.

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