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"Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt."
Francois Truffaut

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KOMM MIT TEMBO / Fünfzehnter Abend: WIE TEMBO GERETTET WIRD

Gerade wollte Sandoa wieder eine neue Geschichte beginnen: „Es war vor langer Zeit, als ..." Doch da springt Tissa, der ihm bis jetzt gespannt zugehört hat, in die Höhe. „Hörst du das, Sandoa? Da brüllt ganz nahe ein Löwe!" "Ja, ich kann es hören", sagt der Alte. Und beide horchen.

Gerade wollte Sandoa wieder eine neue Geschichte beginnen: „Es war vor langer Zeit, als ..." Doch da springt Tissa, der ihm bis jetzt gespannt zugehört hat, in die Höhe. „Hörst du das, Sandoa? Da brüllt ganz nahe ein Löwe!" "Ja, ich kann es hören", sagt der Alte. Und beide horchen.

Da - wieder das Brüllen und dazwischen ein hoher Trompetenton. "Mein Gott - wo ist Tembo, wo ist das Dik-Dik? Der Löwe - meine Tiere sind in Gefahr!" Er packt Pfeil und Bogen und rennt schreiend durch das Dorf.

„Juma, Bilea, Ereri - wo seid ihr? Kommt Schnell. Dort drüben ist ein Löwe!" Aus allen Hütten laufen bewaffnete Krieger heraus und rennen hinter Tissa in die Richtung, aus der das Brüllen zu hören ist. Juma sieht den Löwen zuerst. Er sieht auch, wie sich dieser gerade auf den kleinen Elefanten stürzen will. Sein kurzer Wurfspeer trifft Simba am Hals. Wütend wendet sich die Raubkatze dem neuen Feind zu.

Die Massai bilden einen dichten Kreis um ihn und werfen ihre Speere. Auch der kleine Tissa hat seinen Bogen angelegt und die Sehne gespannt. Aufs äußerste gereizt duckt sich die Bestie und greift Juma an. In weitem Sprung fliegt sie über den Boden.

Tissas kleiner Pfeil schwirrt durch die Luft. Da schleudert Juma seine Lanze und trifft Simba mitten in die Brust. Ein wütendes Fauchen und Brüllen, Dann liegt der Löwe lang ausgestreckt auf dem Boden. Voll Freude schlagen die Krieger auf ihre Schilde und rufen: „Der Löwe ist tot, der Löwe ist tot!" Sie binden ihn an einen Ast und tragen ihn ins Dorf. Tissa aber denkt: War es nicht doch mein Pfeil, der Simba getötet hat?

Das Elefantenkind glaubte schon, sterben zu müssen. Aber plötzlich waren viele Menschen da, und der Löwe ließ von ihm ab. Es konnte nur noch denken: Jetzt schnell von hier fort, nur fort, ich habe schreckliche Angst... Und Tembo lief und lief, bis er außer Atem war. Erschöpft schlief er unter einem Baum ein.

Da stieß ihn etwas Weiches in die Seite. Und es roch auf einmal so gut nach vielen Elefanten. Als Tembo die Augen aufmachte, sah er seine riesige graue Mutter über sich, die ihn zart mit dem Rüssel streichelte. Rundherum standen die großen Elefanten, die er alle kannte. Es war seine Herde! Dort, der mächtige Bulle - sein Vater, und hier - sein Bruder und seine Schwester!
Die Tiere hoben ihre Rüssel in die Höhe und trompeteten „Wir haben unser Baby gefunden!

Unser Kind ist wieder da!" Tembo stand auf und fand gleich zwischen den Vorderbeinen seiner Mutter die Quelle, aus der herrliche warme Milch floss. Und er trank und trank und vergaß den Löwen, Tissa und die ganze Welt. Vor lauter Glück.

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