Erst kürzlich sorgte Friedrich Schiller wieder einmal für Schlagzeilen in den Medien als es darum ging, über seinen abwesenden Kopf zu berichten. Der in der Weimarer Fürstengruft ist es mit Sicherheit nicht, also wo ist der echte und wer hat ihn gestohlen? Einmal mehr erneuert sich die vielfach abgerissene Verbindung zu einer der schwungvollsten Gestalten unserer Literatur.
Sehr viel eindringlicher noch erneuert ein Buch diese abgerissene Verbindung zu einem Genie. Rüdiger Safranski schildert darin Schillers Leben von den bedrückenden Anfängen in der Stuttgarter Karlsschule bis zu den letzten Jahren in Weimar, als er dem hinfälligen Körper mit ungebrochener Willenskraft sein Spätwerk abringt. Alle sind sie hier versammelt: Novalis, Hölderlin, Schelling, die Brüder Schlegel, Fichte, der junge Hegel, Tieck, Brentano und natürlich das Zentralgestirn Goethe. Mit diesem Buch über Leben, Werke und Epoche eines großen Geistes könnte Schillers Renaissance beginnen, wo immer auch der Kopf des Genies derzeit seinen Platz gefunden haben mag...
Schiller: oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus.
560 Seiten, ISBN 3446205489
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