Wann der Herr Professor ursprünglich bei mir eingezogen war, lässt sich nicht mehr feststellen. Erste Hinweise auf seine Präsenz liegen schon längere Zeit zurück. Das unsichere Gehen, der Ausfall der Riech-Sinne, mehr Speichel als nötig, plötzlicher, nicht zu bändiger Harndrang mit jämmerlichem Resultat und dgl. mehr. Offensichtlich hatte sich Professor Parkinson Schritt für Schritt bei mir breit gemacht. Eines Tages im Mai (2011) ein Blick in Wikipedia. Da waren sie ja aufgereiht, alle diese Symptome, und der Suchbegriff hieß Parkinson-Krankheit. Ich berichte Elke beim Abendessen, sie ist erleichtert. Denn über diverse Veränderungen meines gesamten Auftritts hatte sie sich bereits Gedanken, um nicht zu sagen Sorgen gemacht. Ich berichte auch Gabi. Auch sie ist nicht überrascht, geben Ihr doch meine Geh-Attituden schon seit längerer Zeit zu denken. Wie immer weiß Christl rasch Ärzte. Am 13. Mai, einen Tag vor Elkes 72. Geburtstag, besuche ich in seiner feinen Innenstadt-Ordination den Herrn Primarius. Er begrüßt mich gleich nach dem automatischen Türöffner auch persönlich und kennt sich aus: Mein forscher Gang durch das elegante Vorzimmer lässt keinen Zweifel. Das Folgegespräch ist elegant-routiniert, das Honorar 150 Euro. Verschrieben bekomme ich Madopar, bitte 4 Mal täglich um 7,11,15 und 19 Uhr. Die Besorgung erfolgt am nächsten Tag, Elkes Geburttag. Die erste Einnahme somit am 14. Mai 2011 um 15 Uhr. Mit allen weiteren Terminen nehme ich es sehr ernst. Und habe letztlich noch keinen versäumt. Schließlich braucht der Herr Professor regelmäßig sein Futter. Ich werde darüber berichten...



















Kommentare
8. September
2011
Bravo
Der Anfang ist gemacht!
5. September
2011
aller Anfang..
Jaja, wie meint Wilhelm Busch so richtig:
"Viel beser als ein guter Wille
wirkt manchmaleine gute Pille"
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